Was kostet eine Webseite in Bielefeld? Die ehrliche Spanne

Eine professionelle Webseite für einen kleinen Betrieb kostet in Bielefeld und Ostwestfalen meistens zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten von etwa 20 bis 200 Euro im Monat. Wer im Netz sucht, findet Zahlen von 500 bis 50.000 Euro. Beides stimmt sogar. Denn hinter dem Wort Webseite stecken völlig verschiedene Dinge. Fünf Seiten mit Text und Kontaktformular sind etwas anderes als ein Auftritt, über den Kunden Termine buchen und Anfragen direkt in deinem Kalender landen.

Deshalb ist die erste Frage nicht "Was kostet eine Webseite?", sondern "Was soll die Seite für mich tun?". Danach richtet sich der Preis.

Wovon der Preis wirklich abhängt

Es gibt vier Punkte, die fast den ganzen Unterschied ausmachen:

  • Umfang. Eine Seite mit fünf Unterseiten ist schneller fertig als eine mit dreißig. Jede Seite braucht Struktur, Texte und Bilder.
  • Design. Eine angepasste Vorlage ist günstig. Ein Design, das komplett auf deinen Betrieb zugeschnitten wird, kostet mehr Zeit und damit mehr Geld.
  • Inhalte. Wenn du Texte und Fotos lieferst, sparst du. Wenn jemand deine Leistungen erst herausarbeiten, formulieren und fotografieren muss, steigt der Aufwand deutlich.
  • Funktionen. Hier passiert der größte Preissprung. Ein Kontaktformular ist Standard. Eine Onlinebuchung, ein Konfigurator oder ein Kundenbereich sind eigene kleine Programme.

Ein Beispiel aus dem Alltag. Eine Fahrschule braucht eine klare Seite: Wer sind wir, welche Klassen, wann sind die Kurse, wie meldet man sich an. Das ist eine Basis-Webseite. Eine Praxis, bei der Kunden rund um die Uhr Termine buchen sollen, braucht zusätzlich ein Buchungssystem, das mit dem Kalender im Betrieb zusammenspielt. Gleiches Gewerbe, ganz anderer Preis.

Baukasten, Freelancer oder Agentur: was passt zu dir?

Baukasten wie Wix oder Jimdo kostet meist 15 bis 50 Euro im Monat, dafür machst du alles selbst. Das ist ehrlich gesagt für viele Einzelunternehmer völlig in Ordnung, wenn die Seite nur zeigen soll, dass es dich gibt. Die Nachteile: Du steckst schnell zehn bis zwanzig Stunden Eigenzeit rein, die Seite sieht aus wie tausend andere, und bei Google gegen etablierte Wettbewerber anzukommen wird schwer. Außerdem gehört dir die Seite nicht wirklich. Kündigst du das Abo, ist sie weg.

Freelancer liegen üblicherweise bei 1.500 bis 6.000 Euro. Du bekommst oft gutes Design zu einem fairen Preis. Das Risiko ist die Erreichbarkeit. Wenn die Person krank ist, den Job wechselt oder nach dem Livegang nicht mehr antwortet, stehst du mit einer Seite da, die niemand pflegt. Frag deshalb immer vorher, was nach dem Livegang passiert.

Agenturen bewegen sich bei einer normalen Firmenwebseite zwischen 3.000 und 12.000 Euro, große Agenturen deutlich darüber. Du bezahlst dabei nicht nur Design, sondern Struktur, SEO-Grundlagen, Tests, Rechtstexte und einen Ansprechpartner, der nach dem Start noch da ist. Bei größeren Häusern zahlst du zusätzlich Overhead mit, den ein kleiner Betrieb selten braucht.

Faustregel: Je mehr Umsatz über die Webseite kommen soll, desto weniger lohnt der Baukasten. Solange die Seite nur Visitenkarte ist, ist er die vernünftige Wahl.

Was bei uns ab 1.500 Euro drin ist

Bei uns startet eine Basis-Webseite bei 1.500 Euro Einrichtung plus ab 99 Euro im Monat. Das ist ein Startpreis, kein Fixpreis. Was drin steckt:

  • Aufbau der Seitenstruktur nach dem, was deine Kunden wirklich suchen
  • Design auf deinen Betrieb abgestimmt, auf Handy und Rechner sauber lesbar
  • Technische SEO-Grundlage, damit Google die Seite versteht und einordnen kann
  • Kontaktmöglichkeit, die Anfragen zuverlässig bei dir ankommen lässt
  • Rechtliche Pflichtseiten wie Impressum und Datenschutz

Im Monatspreis sind Hosting, Wartung und kleine Änderungen enthalten. Neue Öffnungszeiten, ein neues Teamfoto, ein zusätzlicher Absatz: Du schreibst, wir machen. Genau daran scheitern viele günstige Seiten. Sie sind schön, aber nach zwei Jahren stehen falsche Preise drauf, weil sich niemand kümmert. Eine Basis-Webseite ist bei uns in ein bis zwei Wochen fertig. Mehr dazu findest du unter Webseiten mit System.

Warum ein Individualprojekt bei 3.000 Euro startet

Sobald die Seite nicht mehr nur informiert, sondern Arbeit abnimmt, wird aus Webdesign Softwareentwicklung. Einzelne Bausteine wie eine Onlinebuchung oder ein Terminkalender starten bei 500 Euro. Ein komplettes Individualprojekt mit eigener Datenbank und Übernahme deiner bestehenden Daten startet bei 3.000 Euro und braucht vier bis acht Wochen.

Der Aufpreis entsteht durch Dinge, die man von außen nicht sieht:

  1. Deine Abläufe müssen erst verstanden und aufgezeichnet werden. Wer macht was, in welcher Reihenfolge, mit welcher Ausnahme.
  2. Bestehende Daten aus Excel oder einem alten Programm müssen sauber übernommen werden.
  3. Jede Sonderregel deines Betriebs muss abgebildet werden. Zum Beispiel, dass samstags nur zwei Mitarbeiter buchbar sind.
  4. Es muss getestet werden, auch die Fälle, die schiefgehen können.

Dafür spart das System danach jeden Tag Zeit. Bei einem Ästhetikstudio in Bünde wurden über eine solche Buchungsstrecke bereits mehr als 800 Termine online gebucht, also 800 Anrufe, die niemand mehr annehmen musste. Bei einem Betrieb im CarHiFi-Bereich in Herford haben ein Konfigurator und ein eigenes Backend die Kundenanfragen um 74 Prozent gesteigert. Beispiele dazu stehen in unseren Case Studys.

Was die monatlichen Kosten abdecken

Viele unterschätzen den laufenden Teil. Eine Webseite ist kein Möbelstück, das man einmal hinstellt. Es gibt Serverkosten, Sicherheitsupdates, Backups und regelmäßig neue Anforderungen von Browsern oder Google. Wer das ein Jahr schleifen lässt, hat schnell eine langsame oder unsichere Seite.

Üblich sind je nach Anbieter 20 bis 200 Euro im Monat. Wichtig ist nur, dass du weißt, was drin ist. Frag konkret nach: Sind Updates dabei? Sind Textänderungen dabei oder werden sie nach Stunden abgerechnet? Gibt es Backups und wie oft? Wem gehört die Seite, wenn du wechseln willst?

Wann sich eine teure Webseite für dich nicht lohnt

Ehrlich gesagt: nicht jeder Betrieb braucht eine große Lösung. Wenn dein Auftragsbuch für die nächsten sechs Monate voll ist und alle Kunden über Empfehlung kommen, bringt dir eine 6.000-Euro-Seite kurzfristig wenig. Dann reicht eine saubere kleine Seite, die zeigt, dass es dich gibt und wie man dich erreicht.

Eine Investition lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte auf dich zutrifft:

  • Du verlierst Anfragen, weil niemand ans Telefon geht
  • Du wirst bei Google nicht gefunden, obwohl Leute nach deiner Leistung suchen
  • Du verbringst mehrere Stunden pro Woche mit Terminen, Angeboten oder Papierkram
  • Du willst in einen neuen Bereich wachsen und hast dort noch keinen Ruf

So vergleichst du zwei Angebote, ohne Technik zu verstehen

Du musst kein Entwickler sein, um ein Angebot zu prüfen. Drei Fragen reichen meistens:

  1. Was passiert nach dem Livegang? Wenn darauf keine klare Antwort kommt, ist der günstige Preis oft nur ein Startpreis für Ärger.
  2. Was ist im Monatsbetrag enthalten und was kostet extra? Lass dir das schriftlich geben.
  3. Wem gehört die Seite und die Domain? Beides sollte auf dich laufen.

Und ein Warnzeichen: Wenn dir jemand einen exakten Preis nennt, bevor er weiß, wie dein Betrieb arbeitet, ist das entweder eine Vorlage von der Stange oder es kommen später Nachträge. Seriöse Angebote nennen eine Spanne und werden nach dem Erstgespräch konkret. Bei uns ist dieses Erstgespräch kostenlos, danach gibt es innerhalb weniger Tage einen ersten Entwurf. Umgesetzt wird mit Zwischenfreigaben, damit du nicht am Ende überrascht wirst. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Projekte.